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Erster Umweltminister der neuen Exilregierung des Deutschen Reichs – Solar­tech­ni­ker Wer­ner Alt­ni­ckel löst Norbert Fürst von Rombkerhall-Schittke nach einem Putsch ab!!!

5. August 2012

Die nie­der­säch­si­che Pro­vinz­stadt Olden­burg hat nun fast ihren ers­ten Umwelt­mi­nis­ter her­vor­ge­bracht. Eigent­lich han­delt es sich nicht um einen ech­ten Umwelt­mi­nis­ter, son­dern um einen Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen, der nun einer der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen „Reichs­re­gie­run­gen” beige­tre­ten ist. Die Rede ist vom Solar­tech­ni­ker Wer­ner Alt­ni­ckel, der in der male­ri­schen deut­schen Klein­stadt bereits die ein oder andere Solar­an­lage mon­tiert hat, mit denen die dor­ti­gen Kleinbürger_innen ihr Gewis­sen beru­hi­gen wol­len. Der „lang­jäh­ri­gen Green­peace– und Frie­dens­be­we­gungs­aktivist”, der nach eige­nen Anga­ben ein zah­len­des Mit­glied der Grü­nen ist, macht seit Jah­ren durch krude Chemtrail-Theorien auf sich auf­merk­sam. Alt­ni­ckel glaubt, dass eini­gen Kon­den­strei­fen von Flug­zeu­gen geheim­nis­volle Mit­tel­chen unter­ge­mischt wer­den, mit denen die Umwelt ver­än­dert und die Bevöl­ke­rung ver­gif­tet wer­den würde.

Erster Umweltminister der neuen Exilregierung des Deutschen Reichs – Solar­tech­ni­ker Wer­ner Alt­ni­ckel löst Norbert Fürst von Rombkerhall-Schittke nach einem Putsch ab!!!

Als Dozent der örtli­chen Volks­hoch­schule (VHS) kol­por­tierte der selbst­er­nannte Öko-Aktivist der­ar­tige Schau­er­mär­chen, bis diese ihn — nach einem aus­führ­li­chen Bericht — aus dem Vor­trags­pro­gramm strich. Dar­auf­hin besuchte der Ver­schwö­rungs­ideo­loge ver­mehrt die zahl­rei­chen Kon­gresse der „Trut­her” und „Info­krie­ger”. Dort berich­tete er nicht nur über die angeb­li­che Mani­pu­la­tion des Wet­ters, son­dern pro­pa­gierte auch wei­tere Ver­schwö­rungs­mär­chen, die in die­sem Milieu gut ankom­men. Er mun­kelte über die angeb­li­che Macht der Rothschild-Familie, raunte über israe­li­sche Laser– und Erd­be­ben­waf­fen oder hal­lu­zi­nierte über den zwei­ten Welt­krieg, der noch gar nicht been­det sei. In sei­ner Frei­zeit tätigte er zahl­rei­che Tele­fon­an­rufe, die er mit sei­nem alter­tüm­li­chen Ton­band­ge­rät mit­schnitt und auf sei­ner Inter­net­seite ver­öf­fent­lichte. Einer Mit­ar­bei­te­rin der Volks­hoch­schule drohte der Ver­schwö­rungs­ak­ti­vist damals:

I'll Be Yours

I’ll Be Yours (Photo credit: Wikipedia)

„Ich habe sämt­li­che Ge­sprä­che mit­ge­schnit­ten (…) Und das werde ich po­li­tisch auf­hän­gen, da kön­nen sie ganz si­cher sein. Ja, also über­le­gen sie sich gut was sie jetzt sagen und wie sie han­deln und ich werde sie auch per­sön­lich be­nen­nen (…). Ich bin auch bei den Grü­nen, und das wird ein Nachspiel haben“.

Außer­dem filmte Alt­ni­ckel pedan­tisch den Him­mel und knipste hun­derte Fotos, die auf den Internet-Seiten der Chemtrail-Gläubigen ver­öf­fent­licht wur­den. Mit sei­nen kru­den Chemtrail-Mythen schaffte er es im ver­gan­ge­nen Jahr in die dama­lige Sat1 Sen­dung des Johan­nes B. Ker­ner. Zwi­schen­zeit­lich betä­tigte sich Alt­ni­ckel in der Bür­ger­in­itia­tive „Sau­be­rer Him­mel”, die sich gegen das „ille­gale Ver­sprü­hen von toxi­schen Stof­fen über unse­ren Köp­fen” aus­spricht. Doch die Zusam­men­ar­beit mit der Initia­tive, die nach eige­nen Anga­ben 2000 Mit­glie­der (!) gewon­nen haben möchte, endete in Streit und Spal­tung. Alt­ni­ckel warf sei­nem Kom­pa­gnon, dem Rechts­an­walt Domi­nik Storr unter ande­rem vor, dass die­ser die Ini­ta­tive nach Guts­her­ren­art füh­ren würde. Storr hatte, so Alt­ni­ckel, etwa ein unlieb­sa­mes Mit­glied aus der Ini­ta­tive ent­fernt:

„Wenn der von Dir ange­ge­bene ‘Rausschmiß’-Grund”, er wäre ein Maul­wurf durch nichts wei­ter belegt wird als mit Dei­ner Ver­mu­tung, er wolle Dich ‘besei­ti­gen’ (…) dann wun­dere ich mich schon über diese krude Art von Indi­zien– Beweis”

„MIT MIR LÄUFT DAS SO NICHT”, wütete der Chemtrail-Aktivist, der sei­nem Kom­pa­gnon zusätz­lich emp­fahl „min­des­tens alle rele­van­ten Gesprä­che auf­zu­zeich­nen”, aber letzt­end­lich die Arbeit in der Initia­tive beendete.

Nun hat Alt­ni­ckel eine neue Orga­ni­sa­tion gefun­den, die der Ver­schwö­rungs­ideo­loge mit sei­ner Mit­ar­beit beglückt. Auf einer der zahl­rei­chen Inter­net­sei­ten der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen „Reichs­bür­ger” wird der Chemtrail-Aktivist als neuer Akti­vist will­kom­men gehei­ßen: „Ab sofort ist Wer­ner Alt­ni­ckel in unse­ren Rei­hen tätig und wird die Arbeits­gruppe im Umwelt­mi­nis­te­rium mit sei­nem gro­ßen Wis­sen und sei­nen Erfah­run­gen unter­stüt­zen. Das gesamte Minis­te­ri­ums freut sich sehr über die fach­li­che Ver­stär­kung und eine lange und frucht­bare Zusam­men­ar­beit”, heißt es auf der Inter­net­seite der „Repu­blik Freies Deutsch­land”, die am 1. Mai 2012 aus „den Wohn­zim­mern her­aus” gegrün­det wurde. Als „Kom­mis­sa­ri­sche Prä­si­dent” tritt Peter Früh­wald auf. „Es ist an der Zeit nach 67 Jah­ren Besat­zungs­zeit und ‘staa­ten­lo­ser Ver­wal­tungs­zeit’ end­lich wie­der recht­staat­li­che Nor­men zu erhal­ten”, for­dert diese Regie­rung der Reichs­bür­ger, die die Bun­des­re­pu­blik für eine „Han­dels­ge­sell­schaft” der Alli­ier­ten hält.

Die­ser Grup­pie­rung scheint sich nun auch Wer­ner Alt­ni­ckel ange­schlos­sen zu haben. Der Chemtrail-Aktivist, der den GAU von Tscher­no­byl auf einen „Skalar­waf­fen– Schlag­ab­tau­sches” zwi­schen den USA und der UdSSR zurück­führt, befin­det sich in pas­sen­der Gesell­schaft. Dort, wo vom irrea­len Reich geträumt wird, dürfte man sich auch vor irrea­len Chem­trails und Erd­be­ben­waf­fen der USA fürchten.

Die Volks­hoch­schu­le (VHS), in der mie­fi­gen Pro­vinz­stadt Ol­den­burg, be­treibt ei­gent­lich ein Pro­gramm, wie es an vie­len Volks­hoch­schu­len zu fin­den sein wird. Doch neben den Sprach-​, Recht­schreib-​und Trom­mel­kur­sen gibt es einen wei­te­ren Kurs, der aus dem Pro­gramm her­aus­sticht. Der wird vom ehe­ma­li­gen „Green­peace“-​Mit­glied Wer­ner Alt­ni­ckel (s. Foto) ge­lei­tet. Dort dür­fen sich ganze 25 Teil­neh­mer_in­nen über so­ge­nann­te „Chem­trails“ in­for­mie­ren. „Chem­trails ste­hen für ganz be­stimm­te Kon­dens­strei­fen von Flug­zeu­gen. Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker_in­nen wie Alt­ni­ckel be­haup­ten, dass Wet­ter­ma­ni­pu­la­tio­nen durch die „Chem­trails“ er­mög­licht wer­den. Für den Sold­ar­tech­ni­ker aus dem nie­der­säch­si­chen Olden­burg steht fest, dass die USA „die Herr­schaft über die glo­ba­len Wet­ter­ver­hält­nis­se er­rin­gen und das Erd­kli­ma mit­tels Ver­sprü­hung che­mi­scher Sub­stan­zen in der At­mo­sphä­re ma­ni­pu­lie­ren“ wür­den. Die „nor­ma­len Schlei­er­wol­ken“ seien in Wirk­lich­keit gar das Er­geb­nis der „Chem­trails“.

Wer­ner Alt­ni­ckel ist einer der Apo­lo­ge­ten der „Chem­trail“-​Ver­schwö­rungs­ideologie. Er glaubt aber auch daran, dass von der sich in Alas­ka be­find­li­chen For­schungs­an­la­ge HAARP Ge­fah­ren aus­gin­gen und spricht von „Ge­dan­ken­kon­trol­le“ und Be­ein­flus­sung. Au­ßer­dem be­haup­tet Alt­ni­ckel, dass der Re­ak­tor-​Un­fall in Tscher­no­byl, kein nor­ma­ler Re­ak­tor­un­fall ge­we­sen sei. Wenn man Alt­ni­ckel glau­ben schenkt, sind es die USA ge­we­sen, die ein Erd­be­ben im ei­ge­nen Land ver­hin­dern wollten:

„Am Tag der Ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl woll­te Russ­land ein Rie­sen-​Erd­be­ben aus­lö­sen. Ge­mein­sam mit einem be­freun­de­ten Staat wuss­te Ame­ri­ka dies zu ver­hin­dern. Die aus­ge­sen­de­ten Fre­quen­zen wur­den ab­ge­blockt und kamen zu­rück zum Ur­sprungs­ort Tscher­no­byl“.

Dies solle den Atom­un­fall aus­ge­löst haben. Sol­che Er­eig­nis­se, von denen die Be­völ­ke­rung nichts er­fah­ren würde, seien in Wahr­heit „Wet­ter­krie­ge“, die be­reits „seit lan­gem“ statt­fin­den wür­den. Alt­ni­ckel glaubt unter an­de­rem in ana­ly­sier­ten Pro­ben der angeb­li­chen „Chem­trails“ „ge­trock­ne­te gen­ma­ni­pu­lier­te mensch­li­che Zel­len, syn­the­ti­sches Ma­te­ri­al, Pro­te­ine – ei­ni­ge davon mit Jet Fuel ver­mischt-​, mys­te­riö­se, bis­her un­be­kann­te Pilze und Bak­te­ri­en“ ge­fun­den zu haben.

Des Wei­te­ren ist Alt­ni­ckel ein An­hän­ger der an­ti­se­mi­ti­schen Ver­schwö­rungs­theo­rie, die be­sagt, dass die „Zio­nis­ten“ den An­schlag auf das World Trade Cen­ter „durch­ge­führt“ hät­ten. Der So­lar­tech­ni­ker be­ruft sich auf den ita­lie­ni­schen Se­na­tor auf Le­bens­zeit, Cossi­ga, der „wis­sen“ will, „dass die de­sas­trö­sen An­schlä­ge von der CIA und dem Mossad mit der Hilfe der Zio­nis­ten ge­plant und durch­ge­führt wor­den“ wären.

Bereits wäh­rend des Irak-​Kriegs un­ter­stütz­te Alt­ni­ckel eine Ak­ti­on, bei der Kriegs­geg­ner_in­nen als mensch­li­che Schutz­schil­de für den da­ma­li­gen Dik­ta­tor Sad­dam Hus­sein in Bag­dad fun­gie­ren soll­ten. „Es gibt erste In­ter­es­sier­te aus Ol­den­burg und an­de­ren Orten“ hieß es auf einem Flug­blatt:

„Lasst uns ein gro­ßes Frie­dens­fest in Bag­dad fei­ern! Am liebs­ten mit be­kann­ten Bands und dem Papst als Hauptredner“.

Trotz al­le­dem sorg­te sich Alt­ni­ckel um die ei­ge­ne Ge­sund­heit, was das Mit­glied der „Grü­nen“ in die Bür­ger­sprech­stun­de des Rats der Stadt trieb: Dort stell­te er dem Bür­ger­meis­ter eine Frage über das „Thema Ka­ta­stro­phen­schutz in Ol­den­burg vor dem Hin­ter­grund des dro­hen­den Irak-​Krie­ges“.

Ein an­de­rer Krieg, bei dem unter an­de­rem Is­ra­el auch „Strah­len­waf­fen“ ein­set­zen würde, ist für Alt­ni­ckel al­ler­dings noch nicht vor­bei. Er spricht vom II. Welt­krieg, der noch immer von den USA ge­führt wer­den würde und be­ruft sich dabei auf ein an­geb­li­ches Do­nald Rums­feld Zitat, dass sich im rech­ten Spek­trum, bei den Fans von „Reichs­flug­schei­ben“, gro­ßer Be­liebt­heit er­freut. Als Ur­he­ber des Zi­tats nen­nen die Fäl­scher_in­nen wahl­wei­se Do­nald Rums­feld oder Colin Powell.

Um seine The­sen zu be­le­gen be­ruft sich Alt­ni­ckel auf an­geb­li­che Wis­sen­schaft­ler_i­nen und Dok­tor_in­nen. Als Kron­zeu­ge dient ihm Jim Phelps der an­geb­lich „jah­re­lang als maß­ge­ben­der Ex­per­te an der Ozon­loch­for­schung“ ge­ar­bei­tet hat, aber unter an­de­rem auch einen Zu­sam­men­hang zwi­schen den Kon­dens­strei­fen von Flug­zeu­gen und Aids (!) sowie BSE ent­deckt haben will:

Ob es ge­fällt oder nicht, die glo­ba­le Er­wär­mung ist di­rekt mit dem AIDS-​Pro­blem ver­bun­den, da diese Fluo­ri­de und Me­tal­le in die Öko­sys­te­me und in die Kör­per der Men­schen hineingelangen”.

Für die „Chem­trails“ sind, so be­haup­tet Phelps, „ge­hei­me (Logen)quer­ver­bin­dun­gen“ ver­ant­wort­lich. Neben Phelbs dient ein an­thro­po­so­phi­scher Dok­tor, aus Alt­ni­ckels Hei­mat­stadt, als Kron­zeu­ge. Doch reale Be­le­ge bleibt der umtrie­bige Soldaranlagen-Experte ver­ständ­li­cher­weise schuldig.

Stattdes­sen ar­bei­tet Alt­ni­ckel, wie viele andere Ver­schwö­rungs­ideolog_innen mit ge­fälsch­ten Zi­ta­ten. In sei­nen Vor­trä­gen zi­tiert Alt­ni­ckel regel­mä­ßig einen ge­wis­sen John Swin­ton, um eine an­geb­li­che „Zen­sur“ sei­ner Theo­ri­en durch die Me­di­en zu be­le­gen. „Eine freie Pres­se gibt es nicht. Sie, liebe Freun­de wis­sen das, und ich weiß es gleich­falls“, be­ginnt es. John Swin­ton, der von Alt­ni­ckel als wei­te­rer Kron­zeu­ge be­nannt wird, soll ein ehe­ma­li­ger Her­aus­ge­ber der „New York Times“ (NYT) ge­we­sen sein, „der die­sen klei­nen Vor­trag wäh­rend sei­nes Ab­schieds­ban­ketts ge­hal­ten haben soll. Ein Blick in die Ar­chi­ve der NYT zeigt: Es hat nie­mals einen Her­aus­ge­ber na­mens Swin­ton ge­ge­ben“.

Wegen der an­geb­li­chen „Zen­sur“ der Theo­ri­en Alt­ni­ckels gibt die­ser dort In­ter­views, wo die ver­schwö­rungs­ideologische The­sen gut an­kom­men. Der In­ter­net­sen­der „Secret.​tv“, der bis­her vom An­ti­se­mi­ten und Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker Jan Udo Holey (Alias „Jan von Hel­sing“) be­trie­ben wurde, bie­tet bei­spiels­wei­se gleich meh­re­re Vor­trä­ge und In­ter­views mit Alt­ni­ckel, der sich die­sem „TV-​Sen­der im In­ter­net“ zu­ge­hö­rig fühlt.

Ein Auf­tritt im „Of­fe­nen Kanal Bre­men“ vom 28.​02.​2005 fin­det sich auf an­de­ren Video-Platt­for­men. Im „Haus des Sport“ in Bre­men re­fe­rier­te Alt­ni­ckel mit dem selbster­nann­ten „Un­ru­he­ständ­ler“ Peter Plat­te, der sich wie Wer­ner Alt­ni­ckel ge­fälsch­ter Fotos be­dient, um seine The­sen zu be­wei­sen. Alt­ni­ckel tut eben alles „um die Bot­schaft unter die Leute zu brin­gen“. Daher ist er auch im In­ter­net ver­tre­ten. Der Olden­bur­ger ist der Ver­ant­wort­li­che der Seite „Chemtrail.​de“, auf der er seine Theo­ri­en ver­brei­tet und für seine Tä­tig­keit als Re­fe­rent der „Volks­hoch­schu­le“ wirbt.

Au­ßer­dem trat Alt­ni­ckel am 23.​02.​2008 auf Ta­gung der so ge­nann­ten „Anti Zen­sur Ko­ali­ti­onauf. Dort hielt „Deutsch­lands be­kann­tes­ter Auf­klä­rer über Chem­trails und Haarp“ einen lan­gen Vor­trag. In der „AZK-​Zei­tung“ zur Kon­fe­renz fin­den sich die Be­haup­tun­gen des wegen Volks­ver­het­zung und an­de­rer Ver­ge­hen ver­ur­teil­ten Hoch­stap­lers und Ho­lo­caust­leug­ners Iwan Götz. Die „Anti Zen­sur Ko­ali­ti­on“ des Sek­ten­füh­rers Ivo Sas­sek ist ein Treff­punkt für ver­schie­de­ne rech­te Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker_in­nen, Sek­ten­mit­glie­der und Nazis, wie zum Bei­spiel den An­thro­po­so­phen und Ho­lo­caust­leug­ner Bern­hard Schaub. Der „grüne“ Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker Alt­ni­ckel kam dort mit sei­ner an­ti­se­mi­ti­schen These vom „ko­mi­schen so­zia­len De­mo­kra­ten“ Ger­hard Schrö­der gut an. Alt­ni­ckel ver­wies dar­auf, dass Ger­hard Schrö­der „ne­ben­bei noch ’ne Be­ra­tungs­funk­ti­on bei der Roth­schild-​Bank hat und das ist als So­zi­al­de­mo­krat ja ein bi­sschen merkwürdig“.

Wenn Alt­ni­ckel ge­ra­de keine In­ter­views mit an­ti­se­mi­ti­schen In­ter­net­an­ge­bo­ten führt oder auf Kon­fe­ren­zen auf­tritt, fin­det man ihn in Ol­den­burg. Dort baut er nicht nur So­lar­an­la­gen, son­dern hält, wie schon er­wähnt, Vor­trä­ge an der örtli­chen Volks­hoch­schu­le. Alt­ni­ckel war aber auch schon Re­fe­rent an der dor­ti­gen Uni­ver­si­tät oder lud, nach ei­ge­nen An­ga­ben, über die „Ka­tho­li­sche Hochsch­schul­ge­mein­de“ (KHG) der Stadt, den ehe­ma­li­gen SPD-​Po­li­ti­ker An­dre­as von Bülow ein, der zuvor durch ähn­li­che An­sich­ten zu den Ter­ror­an­schlä­gen vom 11. Sep­tem­ber 2001 auf sich auf­merk­sam ge­macht hatte. Au­ßer­dem ist Alt­ni­ckel ein fleis­si­ger Hob­by­fo­to­graf , der be­reits mehr als 11.​000 Fotos vom Him­mel ge­macht hat, um seine The­sen zu un­ter­mau­ern. Es gibt wohl kaum eine an­de­re Per­son, die so flei­ßig „rich­tig fet­zi­ge Bil­der“ von Kon­dens­strei­fen und Wol­ken produziert.

Alt­ni­ckel ein An­hän­ger der an­ti­se­mi­ti­schen Ver­schwö­rungs­theo­rie, die be­sagt, dass die „Zio­nis­ten“ den An­schlag auf das World Trade Cen­ter „durch­ge­führt“ hät­ten. Der So­lar­tech­ni­ker be­ruft sich auf den ita­lie­ni­schen Se­na­tor auf Le­bens­zeit, Cossi­ga, der „wis­sen“ will, „dass die de­sas­trö­sen An­schlä­ge von der CIA und dem Mossad mit der Hilfe der Zio­nis­ten ge­plant und durch­ge­führt wor­den“ wären.

Alt­ni­ckel ein An­hän­ger der an­ti­se­mi­ti­schen Ver­schwö­rungs­theo­rie, die be­sagt, dass die „Zio­nis­ten“ den An­schlag auf das World Trade Cen­ter „durch­ge­führt“ hät­ten. Der So­lar­tech­ni­ker be­ruft sich auf den ita­lie­ni­schen Se­na­tor auf Le­bens­zeit, Cossi­ga, der „wis­sen“ will, „dass die de­sas­trö­sen An­schlä­ge von der CIA und dem Mossad mit der Hilfe der Zio­nis­ten ge­plant und durch­ge­führt wor­den“ wären.

Das „Kurs­pro­gramm“ der Volks­hoch­schu­le aus Ol­den­burg, die als „an­er­kann­ter Bil­dungs­trä­ger“ vom „Land Nie­der­sach­sen und von der Stadt Ol­den­burg ge­för­dert“ wird, be­nennt Wer­ner Alt­ni­ckel als einen ihrer Re­fe­ren­t_in­nen, der dort über die „Macht über das Wet­ter“ und „Wet­ter­ma­ni­pu­la­tio­nen“ be­rich­tet. Auf der In­ter­net­sei­te der Volks­hoch­schu­le wird die „Mei­nung des Re­fe­ren­ten“ nicht als Ver­schwö­rungs­wahn ab­ge­tan. Statt­des­sen ließt man dort von „ge­sund­heits-​und le­bens­ge­fähr­li­che Wet­ter­ma­ni­pu­la­tio­nen“, wie dem „künst­li­chem Er­zeu­gen von Erd­be­ben und Tsu­na­mis, dem ge­ziel­ten Öff­nen von Ozon­lö­chern, der Steue­rung von Stür­men sowie der elek­tri­schen Ver­än­de­rung der Io­nosphä­re“. Die­ses Pro­gramm er­regt na­tür­lich keine Kri­tik, ob­wohl sich auf Alt­ni­ckels Seite sogar ein Text mit dem Namen die „Ras­sen­bom­be“ fin­den lässt, her­aus­ge­ben durch den Ver­lag „VAWS“ („Ver­lag und Agen­tur Wer­ner Sy­ma­n­ek“), der unter an­de­rem das Na­zi-​Blatt „Un­ab­hän­gi­ge Nach­rich­ten“ druckt und vertreibt.

Im mie­fi­gen Ol­den­burg kann solch eine Per­son, ohne dass es in ir­gend­ei­ner Form Kri­tik gibt, als Re­fe­rent der Volks­hoch­schu­le auf­tre­ten. Der zwei­ma­li­ge Ge­win­ner des „Ol­den­bur­ger Um­welt­schutz­prei­ses“ lebt voll­kom­men un­ge­stört in der Provinz.

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