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Volksverhetzer nach deutschem Recht: Jürgen Graf

18. Juni 2012
Yellow badge Star of David called "Judens...

Yellow badge Star of David called „Judenstern“. Part of the exhibition in the Jewish Museum Westphalia, Dorsten, Germany. The wording is the German word for Jew (Jude), written in mock-Hebrew script. (Photo credit: Wikipedia)

Jürgen Graf (Holocaustleugner)

Jürgen Graf (* 15. August 1951 in Basel) ist ein Schweizer Holocaustleugner.
Leben

Graf studierte Skandinavistik, Anglistik und Romanistik und arbeitete zunächst als Lehrer in der Schweiz, später in Taiwan als Dozent an einer Universität. Nach seiner Rückkehr nach Basel arbeitete er als Befrager von Asylbewerbern für das schweizerische Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf dem zur Empfangsstelle umfunktionierten Rheinschiff „Basilea”. Seine Erfahrungen schilderte er in dem Buch „Das Narrenschiff”, das zu einem „Rundumschlag gegen den Missbrauch des Asylrechts“ wurde und ihm den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit einbrachte. Wirtschaftlich war das Buch ein Erfolg.

1991 lernte Graf den Holocaustleugner Arthur Vogt kennen, dessen Überzeugung er sich anschloss. 1993 erschien Grafs Buch „Der Holocaust auf dem Prüfstand. Augenzeugenberichte versus Naturgesetze“, worin er den Holocaust leugnet. Graf verschickte es an viele Journalisten und Parlamentarier und wurde damit als bekennender Negationist bekannt. In Folge dessen wurde er fristlos aus dem Schuldienst entlassen.

First edition of the Zürcher Zeitung, 12 Janua...

First edition of the Zürcher Zeitung, 12 January 1780 (Photo credit: Wikipedia)

Anschließend fand Graf eine Anstellung an einer nichtstaatlichen Schule in Basel, an der er Ausländern Deutschunterricht gab. 1998 wurde auch dieses Arbeitsverhältnis beendet, da Graf wegen Holocaustleugnung eine Haftstrafe verbüßen musste.

In Veröffentlichungen sowie auf zahlreichen, von rechtsextremen und neonazistischen Gruppierungen organisierten Veranstaltungen verbreitet Graf, der Holocaust habe nicht stattgefunden. Dazu tritt er häufig als Referent auf internationalen Veranstaltungen auf. Aufgrund holocaustleugnender Aktivitäten wurde Graf in mehreren Gerichtsverfahren in Deutschland, Frankreich und der Schweiz wegen Volksverhetzung, Aufstachelung zum Rassenhass, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und Beleidigung zu Geld- und Haftstrafen verurteilt.

In dem Buch „Todesursache Zeitgeschichtsforschung”, das auch unter dem Titel „Der Holocaust im Klassenzimmer” erschien, stellt Graf in für jugendliche Leser aufbereiteter Form Szenen eines Unterrichts dar, in welchem Mädchen und Jungen gemeinsam mit der Lehrerin über den Holocaust diskutieren und dabei von ihrer ursprünglichen Überzeugung, dass es den Völkermord in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten gegeben hat, abrücken. Der Titel „Todesursache Zeitgeschichtsforschung” bezieht sich hierbei auf den Tod der Lehrerin, dessen Umstand am Ende des Buches vage umschrieben wird und die aufgrund ihrer Unterrichtsführung vorher vom Schuldienst entlassen wurde.

Graf hat darüber hinaus zahlreiche Aufsätze für die belgisch-flämische Organisation „Vrij Historisch Onderzoek” geschrieben, steht in engem Kontakt mit anderen Holocaustleugnern wie Germar Rudolf und Ernst Zündel und hat eine eigene Homepage im Internet.

Raul Hilberg

Raul Hilberg (Photo credit: Wikipedia)

Graf hat sich seiner letzten Haftstrafe durch Flucht nach Weißrussland, dann nach Russland entzogen. Er lebt mit seiner weißrussischen Ehefrau in Moskau. Er arbeitet eng mit Ahmed Rami von Radio Islam zusammen, dessen Bücher er übersetzt.
Buchveröffentlichungen

Der Holocaust auf dem Prüfstand (1992)
Der Holocaust-Schwindel (1993)
Auschwitz – Tätergeständnisse und Augenzeugen des Holocaust (1994)
Todesursache Zeitgeschichtsforschung (1995)
Riese auf tönernen Füssen: Raul Hilberg und sein Standardwerk über den „Holocaust” (1999)
Treblinka: Vernichtungs- oder Durchgangslager? (2002)

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Heil in Moskau Artikel über Graf in der Zeitschrift Weltwoche 29/05

Einzelnachweise

Germar Rudolf.

Germar Rudolf. (Photo credit: Wikipedia)

↑ Alex Baur: Heil in Moskau. In: Weltwoche 29/05
↑ Vom «Asylexperten» zum «Auschwitz-Leugner». Wie die «Schweizerzeit» Jürgen Graf Beachtung schenkte, Neue Zürcher Zeitung vom 30. Dezember 1999

Kategorien:

Holocaustleugner
Volksverhetzer nach deutschem Recht
Schweizer
Geboren 1951
Mann

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Hans-Jürgen Adam Ludwig Oscar Leopold Bernard ...

Hans-Jürgen Adam Ludwig Oscar Leopold Bernard Arthur Graf von Blumenthal (1907–1944) (Photo credit: Wikipedia)

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Graf of quality on cswiki by my survey.

Graf of quality on cswiki by my survey. (Photo credit: Wikipedia)

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Did Six Million Really Die? by Richard Harwood...

Did Six Million Really Die? by Richard Harwood (also known as Richard Verrall) (Photo credit: Wikipedia)

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English: diagram of quality test Česky: graf testu kvality (Photo credit: Wikipedia)

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Graf Spinne

Graf Spinne (Photo credit: Helico)

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Professor Raul Hilberg

Professor Raul Hilberg (Photo credit: Wikipedia)

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Cologne (Köln), Germany: Köln-Mülheim: Graf-Ad...

Cologne (Köln), Germany: Köln-Mülheim: Graf-Adolf-Straße (Alter Straßenname: Domstraße) Zwei Namenspatronen können der Straße zugeschrieben werden. Graf Adolf VI. und dessen Nachfolger Graf Adolf II. Beide waren Grafen von Berg, die im 13. und 14. Jahrhundert auch über Mülheim herrschten. (Photo credit: Wikipedia)

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Holocaust memorial

Holocaust memorial (Photo credit: NH53)

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Graf'

Graf‘ (Photo credit: bpmm)

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Alfred Graf von Waldersee. 1901 versandte mit ...

Alfred Graf von Waldersee. 1901 versandte mit der Chinesischen Kaiserlichen Post (Stempel: Paoting: 23. Mai 01) bis nach Basel (8.7.01) verschickte Postkarte. Aufschrift: Generalfeldmarschall Graf Waldersee. Gruss aus China (den unteren Teil der Karte habe ich vor dem Hochladen abgeschnitten) (Photo credit: Wikipedia)

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English: Alexander Graf, chess grandmaster

English: Alexander Graf, chess grandmaster (Photo credit: Wikipedia)

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English: Mathias Graf (1903-?, first name some...

English: Mathias Graf (1903-?, first name sometimes spelled Matthias), German SS-Officer of the Einsatzgruppen killing squads. This photograph of Graf was taken by US Army photographers on behalf of the Office of Chief of Counsel for War Crimes (OCCWC) during Nuremberg Trial IX (Einsatzgruppen Trial / Einsatzgruppen-Prozess). (Photo credit: Wikipedia)

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Deutsch: Urs Graf: Nackte Fiedlerin mit einem ...

Deutsch: Urs Graf: Nackte Fiedlerin mit einem alten Basler Narren. Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Inv. Nr. AE 358. (Photo credit: Wikipedia)

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English: Graf in de Kraton

English: Graf in de Kraton (Photo credit: Wikipedia)

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