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Gaddafi-Sohn Saif el Islam von Regime-Truppen befreit

23. August 2011
Location of Benghazi within Libya.

Image via Wikipedia

Der Gaddafi-Sohn Saif el Islam ist einen Tag nach den Meldungen über seine Festnahme in der Nacht zum Dienstag überraschend in einem Hotel in Tripolis aufgetaucht.

Dabei lud Gaddafi-Sohn Saif al Islam die hier anwesenden Journalisten zu einer Fahrt durch die Stadt in seinem Konvoi ein.

Der von libyschen Rebellen unter Hausarrest gestellte Gaddafi-Sohn wurde einem Fernsehbericht zufolge von Truppen des Regimes befreit.

Die Rebellen hatten seine Festnahme gemeldet, nun erschien Saif el Islam vor einem Hotel in Tripolis

Die Rebellen hatten seine Festnahme gemeldet, nun erschien Saif el Islam vor einem Hotel in Tripolis

Regierungseinheiten seien dem am Vortag in seinem Haus in Tripolis umstellten Mohammed el Gaddafi zur Hilfe gekommen, berichtete der arabische Sender El Arabija am Dienstag unter Berufung auf Rebellenkreise in Bengasi. Der Vorsitzende des nationalen Übergangsrates Mustafa Abdul Dschalil hatte am Vortag erklärt, Mohammed el Gaddafi sei festgesetzt worden. „Er wird in seinem Haus bleiben und ich garantiere für seine Sicherheit“, sagte er.

Der Gaddafi-Sohn hatte am Vortag in einem Telefoninterview des Fernsehsenders El Dschasira gesagt, eine Gruppe von Rebellen habe sein Haus umstellt. Während des Gesprächs war Gewehrfeuer zu hören, danach brach der Telefonkontakt ab.

Auch Gaddafi-Sohn Saif el Islam war am frühen Dienstagmorgen überraschend vor einem vor allem von Journalisten bewohnten Hotel in Tripolis erschienen. Die Aufständischen hatten angegeben, den 39jährigen, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht wird, am Sonntagabend gefangen genommen zu haben. Nun lud Saif el Islam die Journalisten zu einer Fahrt durch die Stadt ein.

Dabei fuhr der Konvoi aus gepanzerten Geländewagen durch Straßen voller bewaffneter Gaddafi-Anhänger und durch Bu Slim, ein Viertel das als Hochburg der Regimetreuen gilt. Vor Gaddafis Gebäudekomplex Bab al Asisija wurden Waffen zur Verteidigung des Regimes an Freiwillige verteilt, wo Mindestens 100 Menschen warteten. Seif al Islam zeigte sich zuversichtlich, die Aufständischen noch zu besiegen.

Solange Muammar el Gaddafi nicht gefasst sei, bestehe Gefahr, wie Rebellensprecher Mohammed Abdel Rahman in Tripolis sagte. Seine Gefolgsleute seien in den Außenbezirken stationiert und könnten „in einer halben Stunde mitten in der Stadt sein“.

Wie ein US-Regierungsbeamter erklärte, stünden nach Einschätzung des Weißen Hauses 90 Prozent von Tripolis unter der Kontrolle der Rebellen. Die die Städte Sirte und Sebha seien die einzigen Städte, die sich noch in der Hand der Regierungstruppen befinden.

Am Montagabend feuerten die libyschen Streitkräfte nach US-Angaben erneut eine Scud-Rakete ab. Wo das Geschoss landete und ob es Verletzte gab, war nicht bekannt. Die Kurzstreckenrakete wurde demnach aus der Nähe von Sirte, der Heimatstadt Gaddafis, abgefeuert. Die libyschen Regierungstruppen hatten am 15. August 2011 erstmals seit Beginn des Konflikts eine Scud-Rakete abgefeuert. Verletzt wurde niemand

Der französische Außenminister Alain Juppé hofft unterdessen auf ein zügiges Ende des Nato-Lufteinsatzes über Libyen. Frankreich und Großbritannien seien für 75 bis 80 Prozent der Einsätze in den vergangenen Monaten verantwortlich gewesen, sagte Juppé am Dienstag im Rundfunksender Europe-1. Frankreich habe „einige Ausbilder“ zu den Rebellen entsandt und Waffen geliefert, erklärte Juppé.

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