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CDU-Spitzenpolitiker stürzt über sein Lolitagate: Christian von Boetticher und die Blitzheirat mit Anna Christina Hinze: „Nicht schwul, sondern verliebt!“

17. August 2011
Peter Harry Carstensen

Image via Wikipedia

Gerüchte über die Liaison des Landes– und Fraktionsvorsitzenden hatten am Wochenende in der CDU Nord für Unmut und Unverständnis gesorgt.

Das Verhältnis zu der damals 16jährigen Schülerin aus Korschenbroich bei Düsseldorf war rechtlich zwar zulässig, löste in der Nord-CDU aber trotzdem massive Kritik aus. Die Schülerin, Mitglied der Schüler-Union, eine Unterorganisation der Jungen Union und somit der Christlich-Demokratischen Union (CDU) hatte ihren Ex-Geliebten in Schutz genommen. Sie habe ihm nichts vorzuwerfen, er sei eben auch als Politiker ein Mensch.

Gestern Abend trat der geschäftsführende Landesvorstand der schleswig-holsteinischen CDU zu einer Krisensitzung zusammen. Nach dreistündiger Sitzung stand fest: Christian von Boetticher übernimmt die politische Verantwortung.

Nach der Krisensitzung wollte von Boetticher während einer Pressekonferenz keine Fragen beantworten. Stattdessen verlas er eine Erklärung.

„Ich habe keinen privaten, aber einen politischen Fehler gemacht.“Während seiner Ansprache liefen ihm die Tränen über das Gesicht. Weiter sagte er: „Ich sehe jetzt persönlichen Erklärungsbedarf. Es wurde behauptet, ich sei schwul. Ich habe zu all diesen Spekulationen immer geschwiegen. Am 19. Juli wurde ich von Peter Harry Carstensen mit Gerüchten konfrontiert. Darüber war ich erschüttert. Ja, es ist wahr. Ich habe mich im Frühjahr 2010 in eine sehr junge Frau verliebt… Es war schlichtweg Liebe.“

„Bei all den Menschen, die ich damit enttäuscht habe und die große Hoffnungen auf mich gesetzt haben, möchte ich mich von ganzem Herzen entschuldigen“, sagte Boetticher mit stockender Stimme.

Er betonte, zu dem Zeitpunkt keinerlei Beziehung zu einer anderen Frau gepflegt zu haben. Ihm sei es nun darum gegangen, entstehende Belastungen für seine Partei im Wahlkampf abzuwenden, „aber insbesondere mir geliebte Personen und meine Privat- und Intimsphäre zu schützen“.

Das Ende einer steilen Karriere: Christian von Boetticher gestern beim Betreten der Parteizentrale in Kiel

Das Ende einer steilen Karriere: Christian von Boetticher gestern beim Betreten der Parteizentrale in Kiel

Seit Übernahme des Landesvorsitzes im September 2010 sei er immer wieder mit Spekulationen über sein Privatleben konfrontiert worden.

„Da gab es mehrere Journalisten, die sicher zu wissen glaubten, dass ich schwul sei und ein Outing erwarteten“, sagte Boetticher

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