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„Zwei Tage im Hotel“ – die 17jährige Düsseldorferin plaudert freimütig Details zu den Sexnächten mit CDU-Spitzenkandidat Christian von Boetticher aus

16. August 2011
Emblem of the Christian Democratic Union of Ge...

Werbelogo der "christlichen" Wertepartei aus dem Judenteum des Alten Testaments, was nichts mit der Lehre des Jesus von Nazareth zu tun hat...

„Zwei Tage im Hotel“ – die 17jährige Düsseldorferin plaudert freimütig Details zu den Sexnächten mit CDU-Spitzenkandidat Christian von Boetticher aus…

Immerhin tummelten sich die Turteltäubchen im Nobelhotel Steigenberger auf Düsseldorfs Flaniermeile, dem Boulevard der Reichen Kö. Also Düsseldorfs beste Adresse Königsallee. Das Liebesverhältnis „mit einer Frau im Altersbereich zwischen 16 und 18 Jahren entfaltete sich also unter Porsches, Maseratis und Ferraris…

… die heute 17jährige äußerte sich derweil ebenfalls zu der Beziehung. Der Boulevard-Zeitung „Express“ gegenüber bestätigte sie, dass es sich zwischen den beiden um Liebe gehandelt habe.

„Er schrieb mir hunderte Mails und SMS.“ Monate später habe dann das erste persönliche Treffen im Steigenberger in Düsseldorf stattgefunden. Zwei Tage lang seien die beiden im Hotel geblieben.

Das Mädchen nimmt ihren Ex-Freund in Schutz: „Ich kann bis heute nichts Schlechtes über Christian sagen.

Schließlich steckt hinter dem Politiker auch nur ein Mensch mit Gefühlen.“

Der schleswig-holsteinische CDU-Spitzenkandidat Christian von Boetticher hat sich bei seinem Rücktritt offensiv zu seiner ehemaligen Beziehung mit einer damals 16-Jährigen bekannt. „Es war schlichtweg Liebe“, gestand der 40-Jährige. Er habe sich im Frühjahr 2010 in das Mädchen verliebt. Die Beziehung sei auch von seinem Umfeld akzeptiert und unterstützt worden. Die Liebesbeziehung sei zwar rechtlich legal gewesen, aber bei vielen Menschen auf „verständliche moralische Vorbehalte“ getroffen. Dies habe er falsch eingeschätzt.

Die „Bild am Sonntag“ hatte zuvor von der Beziehung des ledigen CDU-Hoffnungsträgers berichtet. Boetticher habe die Affäre im Mai 2010 beendet, als er als Nachfolger von Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen ins Gespräch kam. Nachdem die Geschichte ans Licht gekommen war, wuchs der Druck aus den eigenen Reihen.

Die heute 17-Jährige äußerte sich derweil ebenfalls zu der Beziehung. Der Boulevard-Zeitung „Express“ gegenüber bestätigte sie, dass es sich zwischen den beiden um Liebe gehandelt habe. „Er schrieb mir hunderte Mails und SMS.“ Monate später habe dann das erste persönliche Treffen im Steigenberger in Düsseldorf stattgefunden. Zwei Tage lang seien die beiden im Hotel geblieben.

Das Mädchen nimmt ihren Ex-Freund in Schutz: „Ich kann bis heute nichts Schlechtes über Christian sagen. Schließlich steckt hinter dem Politiker auch nur ein Mensch mit Gefühlen.“

Bötticher muss Mandat behalten

Die schleswig-holsteinische CDU ist damit neun Monate vor der Landtagswahl zu einem Neustart gezwungen. Nach dem Verlust des Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten steckt die Union in einer tiefen Führungskrise.

Am Montagabend trat Boetticher auch als Fraktionsvorsitzender im Landtag zurück. Er habe sich zu dem Rücktritt entschlossen, um „weiteren Schaden von meinem Umfeld, von meiner Fraktion und von meiner Person abzuwenden“. Sein Landtagsmandat werde er aber „aus Verantwortung für die bürgerliche Koalition“ weiter ausüben. Dass muss er auch: Die CDU/FDP-Koalition hat im Kieler Landtag nur einen Sitz mehr als die Oppositionsparteien SPD, Grüne, Linke und SSW zusammen.

Nachfolge muss rasch geregelt werden

Wer auf den Posten des Spitzenkandidaten gewählt wird, muss relativ schnell geklärt werden. Der Parteitag zur Aufstellung der Landesliste für die Landtagswahl am 6. Mai 2012 ist für den 4. November angesetzt. Als Favorit gilt in Kiel nun weithin Landeswirtschaftsminister Jost de Jager. Offen ist auch, wer neuer CDU-Landesvorsitzender werden soll.

Eine Umfrage im Mai sah die Partei noch knapp vor der SPD, die mit dem Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig als Spitzenkandidaten die Wahl ansteuert. Albig setzt auf ein Bündnis mit den Grünen, wofür die Chancen nach derzeitigem Stand gut stehen. Aus dem Skandal um seinen Konkurrenten will Albig keinen politischen Vorteil ziehen. „Mir steht es nicht zu, das Privatleben von Herrn Boetticher zu beurteilen“, sagte er dem „Handelsblatt“. „Uns als SPD geht es darum, die nächste Landtagswahl zu gewinnen. Wir gewinnen, wenn wir uns gut aufstellen.“

In Schleswig-Holstein wird am 6. Mai 2012 vorzeitig ein neuer Landtag gewählt, weil das alte Wahlrecht vom Landesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft worden war.

„Das geht einfach nicht“

Die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Angelika Volquartz erklärte, der geschäftsführende Landesvorstand nehme den Rückzug Boettichers „mit Respekt“ zur Kenntnis. Sie würdigte die politische Leistung Boettichers – für den Landesvorstand sei „sein politisches Talent unstrittig“. Er habe „deutlich gemacht, dass er die moralische Komponente falsch eingeschätzt hat“. Dafür habe er sich öffentlich entschuldigt und die Konsequenzen gezogen, hieß es. Diese Konsequenzen dienten „seinerseits vor allem dem Schutz seiner Privatsphäre“.

In der CDU hatte es zuvor bereits Unmut über die Enthüllung gegeben. „Das geht einfach nicht. Das kann man der Partei und der Bevölkerung insgesamt nicht zumuten“, sagte ein einflussreicher Christdemokrat. FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki hatte ebenfalls eine schnelle Entscheidung beim Koalitionspartner gefordert. „Die CDU muss den Vorfall intern klären und schnell eine Lösung finden“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt„. Dann werde auch die FDP reagieren. Zu den Spekulationen über eine frühere Beziehung von Boettichers zu einer Minderjährigen wollte Kubicki nicht Stellung nehmen – was er in seinem Privatleben mache, gehe die FDP nichts an.

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen sagte der Zeitung „Schleswig-Holstein am Sonntag“, er habe im Juli von „Gerüchten“ über eine frühere Beziehung seines Nachfolger auf dem Parteivorsitz gehört und das Gespräch mit ihm gesucht. „Ich gehe davon aus, dass er die richtigen Schlüsse daraus zieht“, zitierte ihn die Zeitung. Der Vorgang habe „mehr als eine nur rechtliche Dimension“.

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