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Über diese 16jährige stolperte der CDU-Landeschef Christian von Boetticher

15. August 2011
Peter Harry Carstensen

Image via Wikipedia

Lolitag8… Der Berlusconi von der Nordsee…

Seit 2002 ist Christian von Boetticher als Rechtsanwalt zugelassen und gehört der Pinneberger Sozietät Triskatis Sykosch Löhnert & Kollegen an.

Email: dr.v.boetticher@kanzlei-pinneberg.de

Es schien alles so einfach in Schleswig-Holstein: Ein alter Landesvater, der geordnet und gemächlich abtritt, ein junger Nachfolger, der voller Charme und Elan nachrückt. Doch nun ist nichts mehr einfach im Norden: Kiels CDU-Fraktionschef Christian von Boetticher (40) geriet schwer in Not dank seines Lolitagates und Ministerpräsident Peter Harry Carstensen ging offen auf Distanz zum Kronprinzen. Eine Affäre im Jahr 2010 mit einem damals 16jährigen Mädchen aus Düsseldorf kostete Boetticher schließlich den Job.

Mehr zum Thema:

Eine Liebe wie aus dem Bilderbuch des Internet-Zeitalters: Über Facebook lernte Christian von Boetticher (damals 39) Anfang 2010 die Rheinländerin kennen.

Kathie S. (heute 17, Name geändert): „Er schrieb mir Hunderte Mails und SMS.

Monate später folgte dann das erste persönliche Treffen im Steigenberger in Düsseldorf auf der Kö (Düsseldorfer Prachtmeile und Flanierboulevard „Königsallee„), wo wir Sex hatten. Zwei Tage lang blieben wir im Hotel.“

Die 16jährige Ex-Geliebte von CDU-Spitzenpolitiker NORD Christian von Boetticher, promovierter Jurist und Kanzleipartner bei Triskatis Sykosch Löhnert & Kollegen

Die 16jährige Ex-Geliebte von CDU-Spitzenpolitiker NORD Christian von Boetticher, promovierter Jurist und Kanzleipartner bei Triskatis Sykosch Löhnert & Kollegen

„Es war Liebe. Ich kann bis heute nichts Schlechtes über Christian sagen. Schließlich steckt hinter dem Politiker auch nur ein Mensch mit Gefühlen.“ Dass nun das inzwischen beendete Verhältnis bekannt geworden sei, dahinter stecke eine Person, die sich an dem CDU-Politiker rächen wolle, vermutet die nun 17Jährige.

Ebenfalls nicht schön, dass der smarte CDU-Politiker seit vielen Jahren in festen Händen ist – seine Freundin war bis 2010 Sprecherin der Hamburger CDU.

Für seine weitere politische Karriere beendete Boetticher die stürmische Liebe zu der jungen Düsseldorferin nach ein paar Monaten brüsk: Mitte 2010 bekam er mit, dass Peter Harry Carstensen amtsmüde ist und die Spitzenkandidatur auf ihn zuläuft.

Ein konservativer Ministerpräsident mit Lebenspartnerin plus einer jugendlichen Geliebten? Undenkbar – die Rheinländerin bekam den Laufpass.

Es nützte nichts: Am Sonntagabend trat Christian von Boetticher als Spitzenkandidat zurück. Das erklärte der 40-Jährige nach der CDU-Vorstandssitzung in Kiel. Er legt auch sein Amt als Landesvorsitzender der Nord-CDU nieder. Allerdings will er Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag bleiben. Unter Tränen sagte er nach der Vorstandssitzung: „Ja, es ist wahr, ich hatte mich im Frühjahr 2010 in eine junge Frau verliebt und bin mit ihr mehrere Monate zusammen gewesen.“ Er sprach von einer „ungewöhnlichen Liebe“, die auch vom Umfeld akzeptiert worden sei. Boetticher räumte ein, dass eine solche Beziehung, obwohl sie rechtlich legal sei, bei vielen Menschen auf moralische Vorbehalte stoße. Der schleswig-holsteinische CDU-Spitzenkandidat Christian von Boetticher ist als Landesvorsitzender und Spitzenkandidat zurückgetreten. Das ist das Ergebnis einer Krisensitzung vom Sonntag.

Der 40jährige war massiv unter Druck geraten, weil er im vergangenen Jahr eine Liebesbeziehung zu einer 16jährigen hatte. Ein solches Verhältnis ist rechtlich zwar zulässig, löste in der Nord-CDU aber trotzdem Unmut und Unverständnis aus.

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) erklärte, der Vorgang habe mehr als eine nur rechtliche Dimension. CDU- Landesschatzmeister Hans-Jörn Arp sagte vor der Sitzung, es sei schwer denkbar, dass von Boetticher Spitzenkandidat bleiben kann. „Dies ist eine Belastung auch für ihn persönlich.“

Seine Rücktritts-Erklärung im Wortlaut

Die Nominierung zum Spitzenkandidaten ist eine große politische und persönliche Herausforderung.

Sie verbindet für mich hohe Ansprüche an Einsatz und politische Leistungsfähigkeit auch mit persönlicher Integrität. Diese Aufgabe und erst recht das angestrebte Amt schließt in einem gewissen Umfang auch den Blick in die sonst geschützte Privatsphäre ein.

Sie wissen, dass mir diese Privatsphäre immer viel bedeutet hat und ich mein Privatleben nicht aktiv in die Öffentlichkeit getragen habe.

Dies geschah auch zum Schutz meines privaten Umfeldes, welches trotz meines Engagements in der Politik ein Recht auf ein eigenes Leben außerhalb der Öffentlichkeit hat und dies auch einforderte. Diesen Anspruch stelle ich auch heute noch, nachdem mein Privatleben offensichtlich immer mehr in die Medien gezogen werden soll.

Trotz meiner daraus resultierenden Einstellung, politisches und privates Umfeld strikt auseinander zu halten, sehe ich jetzt gegenüber meiner Partei und der Öffentlichkeit persönlichen Erklärungsbedarf. Ich bin seit der Übernahme des Landesvorsitzes der CDU im September letzten Jahres immer wieder mit Spekulationen über mein Privatleben konfrontiert worden.

Da gab es mehrere Journalisten, die sicher zu wissen glaubten, dass ich schwul sei und Outing erwarteten.

Es wurde sogar später behauptet, meine aktuelle Partnerin sei gar nicht meine Partnerin und nur vorgeschoben, schließlich lebten wir ja nicht zusammen. Ich habe zu all diesen Dingen stets geschwiegen, weil auch die Kommentierung von solchen Mutmaßungen in meinen Augen schon den ersten Schritt zur Öffnung meines privaten Umfeldes beinhaltet hätte.

Am 19. Juli wurde ich in meinem Urlaub von Ministerpräsident Carstensen dann mit Spekulationen konfrontiert, die eine Beziehung zu einer jungen, unter 18-jährigen Frau im Frühjahr 2010 betrafen. Darüber war ich sehr erschüttert.

Ja es ist wahr: Ich hatte mich im Frühjahr 2010 in eine junge Frau verliebt und bin mit ihr mehrere Monate zusammen gewesen.

Diese sehr ungewöhnliche Liebe ist auch von unserem Umfeld akzeptiert und unterstützt worden. Um es deutlich zu sagen, ich habe zu diesem Zeitpunkt keinerlei Beziehung zu einer anderen Frau gepflegt, so dass man nicht von einer Affäre sprechen kann.

Es war schlichtweg Liebe.

Eine solche Liebesbeziehung ist zwar rechtlich legal, trifft aber bei vielen Menschen auf verständliche moralische Vorbehalte.

Objektiv hätte ein Bedrohungs- und Erpressungspotential gegenüber meiner Partei, mir und damit auch Personen, die ich liebe und schätze, entstehen können. Sie kennen mich: Ich bin nicht der Mensch, der in einer solchen Situation lügt, herumlamentiert, sich versteckt oder sich von wem auch immer treiben lässt.

Ich habe darum am Freitag den geschäftsführenden Landesvorstand für heute eingeladen, um die Parteifreunde noch vor dem Ende der parlamentarischen Sommerpause zu informieren und trete nun auch vor die Öffentlichkeit.

Ich habe keinen privaten, wohl aber den politischen Fehler gemacht, die Bedeutung einer solchen Beziehung für eine möglicherweise anstehende Spitzenkandidatur nicht bedacht zu haben.

Es gab im Frühjahr 2010 noch keinen Hinweis auf vorgezogene Neuwahlen. Ich war weder Landesvorsitzender, noch nominierter Spitzenkandidat.

Und doch hätte mir klar sein müssen, dass viele Menschen innerhalb und außerhalb der Partei von mir ein anderes Verhalten im Privatleben erwartet haben und – angesichts meiner nun vollzogenen Vornominierung auch erwarten konnten.

Wenn man – wie ich – Geradlinigkeit und Berechenbarkeit in der Politik einfordert, wird auch das eigene Privatleben an diesen Maßstäben gemessen. Mir ist bewusst, dass ich diesen Maßstäben privat in diesem Fall nicht gerecht geworden bin.

Bei all den Menschen, die ich damit enttäuscht habe und die große Hoffnungen auf mich gesetzt haben, möchte ich mich von ganzem Herzen entschuldigen.

Mir geht es nun darum, entstehende Belastungen für meine Partei im aufziehenden Wahlkampf abzuwenden, aber insbesondere von mir geliebte Personen und meine Privat- und Intimsphäre zu schützen.

Ich habe darum heute dem geschäftsführenden CDU-Landesvorstand erklärt, dass ich darauf verzichte, meine Partei als Spitzenkandidat in die nächste Landtagswahl zu führen und werde den Landesvorsitz niederlegen.
Ich werde alles dafür tun, dass wir nach der Wahl mit Abstand stärkste Kraft werden und wir den Regierungschef stellen.

Einen neuen Spitzenkandidaten werde ich tatkräftig unterstützen.

Ich bitte um Verständnis, dass ich hier und heute keine weiteren Fragen beantworten werde.

Jetzt spricht von Boettichers (40) Ex-Freundin (17) „Kann bis heute nichts Schlechtes über ihn sagen“

Unter Tränen zog Schleswig-Holsteins CDU-Chef die Konsequenz aus seiner „Liebe“ zu einer jungen Düsseldorferin und trat zurück.

SIE war 16 Jahre alt, ein Teenager, ein Mädchen oder doch schon eine junge Frau. ER war 23 Jahre älter, ein promovierter Jurist, ein Politiker, einer, der noch etwas werden will bei der CDU in Schleswig-Holstein. Ministerpräsident zum Beispiel, der Nachfolger von Landesvater Peter Harry Carstensen.

Für Christian von Boetticher (heute 40) war es „schlichtweg Liebe“, als er die junge Düsseldorferin (jetzt 17) im Frühling 2010 via Facebook kennenlernte.

Sie schrieben sich Mails, SMS. „Monate später folgte dann das erste persönliche Treffen im Steigenberger in Düsseldorf“, sagte die junge Frau der Zeitung „Düsseldorfer Express“. Sie sagte auch, dass sie dort Sex hatten. „Zwei Tage blieben wir im Hotel“, so das Mädchen, dessen Name nicht genannt werden soll.

Gestern Abend wurde auch ihr Leben ins Rampenlicht gezogen.

Christian von Boetticher trat unter Tränen vom Amt des CDU-Landes-Chefs zurück. Das Rennen um den Ministerpräsidenten-Posten – es wird im nächsten Jahr ohne ihn stattfinden.

Sex mit einer 16-Jährigen – darf der das?“, fragen sich die Deutschen. Die juristische Antwort: Ja, er darf. Die moralische aber: Vielleicht war das nicht richtig.

JETZT SPRICHT DIE JUNGE EX-FREUNDIN

Seine junge Liebe aus dem Rheinland weiß nichts Schlechtes über von Boetticher zu berichten. Im „Düsseldorfer Express“ verteidigt sie ihn: „Es war Liebe. Ich kann nichts Schlechtes über Christian sagen. Schließlich steckt hinter dem Politiker auch nur ein Mensch mit Gefühlen.“

Für IHN war es eine „ungewöhnliche Liebe“, für seine Partei aber ist es ein handfester Skandal.

„Ja, es ist wahr, ich hatte mich im Frühjahr 2010 in eine junge Frau verliebt und bin mit ihr mehrere Monate zusammen gewesen“, gestand der Politiker gestern Abend unter Tränen. „Es war schlichtweg Liebe.“

WER IST DER MANN, DER EINE 16-JÄHRIGE LIEBTE?

Von Boetticher wurde als knapp einjähriger Junge adoptiert, sein Vater war Bauingenieur, der Opa Vogelzähler auf der Nordseeinsel Amrum.

Schon früh begann er, sich für Politik zu interessieren, trat mit 16 Jahren in die Junge Union ein.

DANN BEGANN EINE BLITZKARRIERE

Nach 13 Jahren in der Regionalpolitik (u.a. Kreisvorsitzender CDU Pinneberg), wurde der inzwischen studierte Jurist 1999 ins EU-Parlament gewählt – als viertjüngster Abgeordneter!

Fleiß und Ehrgeiz prägen seinen beruflichen Lebensweg: 2001 promoviert er zum Dr. jur. (Thema: „Parlamentsverwaltung und parlamentarische Kontrolle) und absolviert im selben Jahr sein zweites Staatsexamen.

2004 verpasst er den Wiedereinzug in Brüssel und will sich schon aus der Politik zurückziehen, wieder als Rechtsanwalt arbeiten.

Seine Schlappe erweist sich als Glückfall! Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen sucht neue Köpfe für sein Kompetenzteam.

Mit 34 Jahren wird der Hobby-Astronom und Klavierspieler Landwirtschaftsminister in Carstensens Kabinett.

Als Jurist in Gummistiefeln besteht er die Feuertaufe, mit 38 geht’s einen Sprosse weiter auf der Karriereleiter – er wird Chef der CDU-Landtagsfraktion in Kiel.

Mitarbeiter beschreiben ihn als blitzgescheiten Schnelldenker und Workaholic, wie die „Kieler Nachrichten“ schreiben.

KÜR ZUM KRONPRINZEN

Der Weg zum Landesoberhaupt schien frei für ihn – denn Carstensen ließ durchsickern, dass er zur nächsten Wahl am 6. Mai 2012 nicht mehr antreten werde.

Im September 2010 wurde von Boetticher zum Kronprinzen gekürt!

Doch auch für ihn läuft nicht immer alles glatt: Parteiintern steht er in der Kritik. Auf seiner Facebook-Seite schwärmt er von Poloturnieren und Weinabenden auf der Promi-Insel Sylt. Dieser Hang zum Luxus kommt schlecht an.

Nach außen pflegt von Boetticher eher konservative Werte: Er ist Ehrenritter des Johanniterordens, sammelt Bibeln.

Und nun auch noch eine Beziehung mit einer Teenagerin! Juristisch legal, moralisch verwerflich, politisch der Tod. Liebe hin oder her…

Christian von Boetticher – Tränen-Rücktritt nach Teenie-Affäre „Es war schlichtweg Liebe“

Der CDU-Parteichef in Schleswig- Holstein schmeisst hin, er hatte eine Affäre mit einer 16-Jährigen

Paukenschlag in Kiel! Schleswig-Holsteins CDU-Chef Christian von Boetticher ist gestern zurückgetreten und verzichtet auf die Spitzenkandatur bei der Landtagswahl im Mai.

WEGEN EINER SEX-AFFÄRE MIT EINEM 16-JÄHRIGEN MÄDCHEN!

Steigenberger-Hotel Kiel, gestern 20.58 Uhr: Mit stockender Stimme gesteht von Boetticher seine Teenie-Affäre und erklärt den Rückzug. „Ja, es ist wahr, ich hatte mich im Frühjahr 2010 in eine junge Frau verliebt und bin mit ihr mehrere Monate zusammen gewesen.“

Das Mädchen sei zu dem Zeitpunkt 16 Jahre alt gewesen. Er habe damals keine Beziehung zu einer anderen Frau unterhalten. Deshalb sei es auch keine Affäre gewesen.

Der CDU-Mann: „Es war schlichtweg Liebe.“

Die Beziehung zu der Minderjährigen sei auch vom Umfeld akzeptiert worden.​ Trotzdem habe er sie nach wenigen Monaten beendet. Denn die Affäre habe ein „Bedrohungs- und Erpressungspotential“ gehabt, obwohl sie rechtlich legal gewesen sei.

Dann bittet er um Verzeihung: „Bei all den Menschen, die ich damit enttäuscht habe und die große Hoffnungen auf mich gesetzt haben, möchte ich mich von ganzem Herzen entschuldigen.“

Dem CDU-Politiker kommen die Tränen. Seine Stellvertreterin Angelika Volquartz reicht ihm ein Taschentuch.

Dann spricht er weiter: „Mir geht es nun darum, entstehende Belastungen für meine Partei im aufziehenden Wahlkampf abzuwenden – aber insbesondere mir geliebte Personen und meine Privat- und Intimsphäre zu schützen.“

Knapp drei Stunden lang hatte von Boetticher zuvor im Landesvorstand um sein Amt gekämpft, nachdem die „BILD am SONNTAG“ die Teenie-Affäre enthüllt hatte.

Aber schnell war in der Sitzung klar: Die Mehrheit der Vorstandsmitglieder konnte er nicht mehr überzeugen. Unklar ist, ob er seinen Posten als Fraktionschef der CDU im Schleswig-holsteinischen Landtag behalten wird. Morgen muss er sich den Abgeordneten stellen.

Die Liebesaffäre des unverheirateten CDU-Politikers mit der 16-Jährigen – begonnen hat alles vor gut anderthalb Jahren!

Über das soziale Netzwerk Facebook lernt von Boetticher das Mädchen aus Nordrhein-Westfalen im Internet kennen. Sie schreiben sich zunächst E-Mails, verabreden sich. Im März 2010 dann das erste Treffen. Es folgen gemeinsame Wochenenden bei ihr in NRW und bei von Boetticher in Pinneberg.

Parteifreunden soll er erzählt haben, er verlebe eine wirklich wundervolle Zeit mit dem Mädchen.

Dann das Liebes-Aus! Im Mai 2010 erfährt von Boetticher, dass er in den nächsten Monaten CDU-Chef und Nachfolger von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen werden könnte. Er beendet die Beziehung.

Carstensen ist einer der Ersten, der im Frühsommer Gerüchte über die Liebesaffäre hört. Er habe daraufhin von Boetticher angerufen, auf die Brisanz dieser Gerüchte hingewiesen, so Carstensen: „Ich bin davon überzeugt, dass Christian von Boetticher auch aus diesen Gesprächen die richtigen Schlüsse ziehen wird.“

Von Boetticher war schon länger umstritten.

Der frühere Landesminister (Landwirtschaft, Gesundheit), der im vergangenen Oktober Chef der CDU-Fraktion im Landtag wurde, hatte Parteifreunde mit Kurznachrichten in Facebook genervt. Da ließ er sich über Champagner-Sausen auf Sylt aus. Als möglicher Nachfolger als Parteichef und Spitzenkandidat gilt Wirtschaftsminister Jost de Jager (46).

Die CDU-Basis reagierte gestern schnell auf den Rücktritt. In Neumünster wurden noch am Abend Plakate zum CDU-Sommerfest am kommenden Samstag überklebt. Dort hätte von Boetticher auftreten sollen.

Zu BILD sagte Boetticher gestern am späten Abend: „Ich halte es mit dem biblischen Satz: Der Herr hat‘s gegeben, der Herr hat‘s genommen. Man weiß nie, wozu das gut ist.“

Der Kandidat und das Mädchen

Liebesdrama in der CDU Schleswig-Holstein. Die Beziehung des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl Dr. Christian von Boetticher zu einer damals 16-Jährigen alarmiert die Partei. Heute soll es auf einer Sondersitzung des Landesvorstands um seine Zukunft gehen

Christian von Boetticher ist die große politische Hoffnung der Nord-CDU. Der Landes- und Fraktionschef soll die Christdemokraten bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein im Mai 2012 als Spitzenkandidat an der Macht halten und das Erbe von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen bewahren.

Doch jetzt fällt ein Schatten auf die politische Zukunft des Jungstars.

Denn eine ungewöhnliche Liebesgeschichte aus dem vergangenen Jahr holt von Boetticher in diesen Tagen ein. Nach Recherchen von BILD am SONNTAG lernte der Spitzenpolitiker Anfang 2010 über Facebook ein politisch sehr interessiertes, junges Mädchen kennen. Der damals 39-Jährige tauschte mit der 16-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen zunächst Mails aus. Man war sich sympathisch, man kam sich näher und verabredete ein erstes persönliches Treffen. Der Begegnung im März 2010 folgten weitere Verabredungen, bei ihr und bei ihm daheim in Pinneberg.

Aus der Internet-Bekanntschaft, so ist aus dem Umfeld des promovierten Juristen zu erfahren, wurde eine tief empfundene Liebe. Freunden erzählte von Boetticher, er habe eine wirklich wundervolle Zeit mit dem Mädchen verlebt.

Doch im Mai 2010 änderte sich plötzlich die politische Landschaft in Schleswig-Holstein. Regierungschef Carstensen signalisierte, sein Amt in absehbarer Zeit aufzugeben. Kronprinz von Boetticher sollte das Zepter übernehmen.

Christian von Boetticher stand vor einer schweren Entscheidung. Ihm war klar, berichtet ein Freund, dass diese ungewöhnliche Beziehung jetzt nicht länger geheim zu halten war und dass sie von der Öffentlichkeit nie akzeptiert werden würde. Der CDU-Politiker zog im Mai 2010 die Notbremse und beendete schweren Herzens die Beziehung.

Ein Jahr später erreichten konkrete Hinweise auf die Beziehung mit dem Teenager die Politik in Kiel. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen zu BILD am SONNTAG: „Ich bin am 1. Juli dieses Jahres über Gerüchte aus dem Privatleben Christian von Boettichers informiert worden. Ich habe ihn unverzüglich angerufen und ihn über diese Gerüchte informiert. Ich habe auf die Brisanz dieser Gerüchte hingewiesen und ihm empfohlen, sehr offen und sehr offensiv mit diesen Gerüchten umzugehen. Ich bin davon überzeugt, dass Christian von Boetticher auch aus diesen Gesprächen die richtigen Schlüsse ziehen wird.“

Lange Zeit schien es, als stünde das Leben des als „Christkind“ am 24. Dezember 1970 geborenen von Boetticher unter einem glücklichen Stern. Nach dem Abitur und der Ausbildung zum Reserveoffizier der Luftwaffe hatte der baumlange Blondschopf in Kiel und Hamburg Jura studiert.

Auch die politische Karriere des CDU-Mannes kannte bisher nur eine Richtung: steil nach oben. 2004 hatte ihn der damalige CDU-Vorsitzende Peter Harry Carstensen in sein Kompetenzteam für die Landtagswahl berufen und ihn später zum Landwirtschaftsminister gemacht. Vier Jahre darauf übernahm er den Vorsitz der CDU-Landtagsfraktion – und damit die Rolle des Kronprinzen.

Von Boetticher ist vollkommen klar, dass die Beziehung aus dem vergangenen Jahr Erpressungs- und Bedrohungspotenzial gegen ihn und seine Partei birgt. Er weiß auch, dass viele in der CDU diese Affäre nicht verstehen können. Dennoch wird er nach Überzeugung von Vertrauten erhobenen Hauptes in die heutige Sondersitzung des CDU-Landesvorstandes gehen. Er habe damals aus Liebe gehandelt, heißt es aus seinem Umfeld, und er habe nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen.

Zu dem Krisentreffen in Kiel hat von Boetticher selbst eingeladen. Heute Abend wird sich zeigen, wie viel Rückhalt er noch in seiner eigenen Partei hat. In Kiel wird erwartet, dass von Boetticher seine Bereitschaft erklären wird, seine Spitzenkandidatur zur Verfügung zu stellen.

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