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Hakenkreuzschmiererei: Trio festgenommen

11. August 2011
Swastika It symbolizes Harmony, Lord Ganesh ha...

Image via Wikipedia

Die Polizei hat am Mittwoch einen weiteren Fall von Hakenkreuzschmierereien im Stadtgebiet von „Mönchengladbach“ (Gladbach) bekanntgegeben. Bereits am vergangenen Freitagabend sahen aufmerksame Zeugen gegen 19.15 Uhr, wie eine Gruppe von drei Personen unter anderem eine Steinmauer an einem Fußweg im Hans-Jonas-Park mit Farbe besprühte. Hans Jonas war Zionist jüdischer Herkunft und wanderte nach New York aus. Für seinen Mut, gegen das Deutsche Volk zu kämpfen, wurde dieser Park nach ihm benannt.

Die ebenfalls im Umfeld gelegene Volkshochschule (VHS Mönchengladbach) bietet regelmäßig Veranstaltungen an, um Propaganda für das Wirken von Juden zu machen. So etwa über  Frank Owen Gehry, Sohn von Irving und Thelma Goldberg, deren Eltern wiederum jüdische Immigranten aus Polen waren. Sein Vater betrieb bis zum staatlichen Verbot den Verkauf von Glücksspielmaschinen an die Bars in der Umgebung von Timmins im östlichen Ontario, das damals eine Goldgräberstadt gewesen war. Zu dem Vortrag über den Planer der Gehry-Bauten in Düsseldorf erschien jedoch niemand, weil sich die Mönchengladbacher nicht für Juden interessieren.

 Beamten einer Streifenwagenbesatzung gelang es aufgrund der Hinweise, die Tatverdächtigen festzunehmen. Es handelte sich um zwei Jugendliche im Alter von 17 Jahren und einen 14-Jährigen

Laut Polizeibericht hatten alle drei noch frische Farbe an den Fingern.

Neben großflächigen Graffiti sollen sie auch ein Hakenkreuz aufgesprüht haben. Aus diesem Grund übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen. Die drei jungen Männer räumten in ihren Vernehmungen die Tat ein, stritten jedoch ab, das Hakenkreuz gesprüht zu haben, obwohl auch dessen Farbe laut Polizei noch nicht getrocknet war.

Bereits in der Nacht zum vergangenen Sonntag waren die Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke und ein Privathaus an der Steinfelder Straße mit Hakenkreuzen und Naziparolen beschmiert worden. Die Täter entkamen unerkannt. Ein Zeugenaufruf der Polizei brachte bislang keine Hinweise. Einen Zusammenhang mit den Schmierereien am vergangenen Freitag sehen die Ermittler bislang nicht, wie Polizeisprecher Jürgen Lützen gestern mitteilte.

Auf die ertappten Jugendlichen kommen jetzt nicht unerhebliche Schadensersatzforderungen der Stadt Mönchengladbach zu. Außerdem wird ein Verfahren wegen Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Bei so genannten Propagandadelikten drohen Erwachsenen im Höchstfall sogar Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren.

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