Skip to content

Londoner „Riots“ – Krawalle jetzt auch in Berlin?

10. August 2011
In 1934, Hitler became Germany's president und...

Image via Wikipedia

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sieht derzeit keine Anzeichen für Jugendkrawalle in deutschen Großstädten ähnlich wie in Großbritannien.

Er begründet das mit der sozialen Integration.

„Gesellschaftliche Spannungen wie aktuell in England haben wir glücklicherweise derzeit nicht“: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.

Die soziale Integration in Deutschland sei in den vergangenen Jahren sehr gut vorangekommen, sagte er.

„Solche gesellschaftlichen Spannungen wie aktuell in England oder in anderen europäischen Ländern haben wir glücklicherweise derzeit nicht“, sagte der Minister. Dafür hätten alle gesellschaftlichen Kräfte mit sehr viel Herzblut und Engagement gesorgt.

Friedrich: In Deutschland keine Krawalle in Sicht

Friedrich: In Deutschland keine Krawalle in Sicht

Deutschland habe den Konsens erreicht, dass Gewalt gegen unbeteiligte Personen kein Mittel sei, mit dem man seine politischen oder sonstigen Ansichten durchsetze. „Diesen Konsens aufrechtzuerhalten und auf die Jugendlichen zu übertragen, bleibt die Erziehungsaufgabe unserer Gesellschaft, von allen Lehrern, Eltern und Vereinen.“

Krawalle in Großbritannien

Wie britisch ist die Situation in Berlin? Droht die größte Gefahr von Neonazis und Anders Behring Breivik?

Die Jugendkrawalle in Großbritannien erreichen die deutsche Innenpolitik. Während die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) am Mittwoch angesichts der Ausschreitungen in London und anderen englischen Großstädten mehr deutsche Ordnungshüter mit besserer Ausrüstung verlangte, erklärt Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD), daß Deutschland über eine hohe Polizeidichte verfüge.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und andere Innenpolitiker versicherten, in Deutschland gebe es solche Probleme wie in Großbritannien nicht.

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sieht Berlin für den Fall von Ausschreitungen ähnlich wie in London gut gerüstet. „Wir hoffen, dass wir nicht in solch eine Situation kommen. Sollten jedoch in Berlin ähnliche Krawalle wie in englischen Städten auftreten, könnten wir in kürzester Zeit durch Unterstützung der Bereitschaftspolizeien der anderen Bundesländer und des Bundes eine hohe Polizeidichte erlangen“, sagte Körting.

Die „Bundesrepublik“ verfüge über eine hohe Polizeidichte, drohte Körting an.

Außerdem gelte das System der sich gegenseitig unterstützenden Bereitschaftspolizeien der Länder und des Bundes, so dass bei Vorfällen dieser Art in Deutschland in kurzer Zeit Unterstützung von anderen Bundesländern und der Bundespolizei bereitstünde.

Der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt hingegen sagte der „Bild„-Zeitung, in der Bundesrepublik gebe es eine ähnlich explosive Mischung wie in Großbritannien. „Die Ausschreitungen sind das Ergebnis von krimineller Energie, Verachtung gegenüber dem Staat und sozialer Ausgrenzung einzelner Bevölkerungsschichten“, sagte er.

Insbesondere in Großstädten wie Hamburg und Berlin könnten aus nichtigen Anlässen rasch Brennpunkte entstehen, die nur schwer in den Griff zu bekommen seien. Als Beispiel verwies er auf die Krawalle rund um den 1. Mai. Er forderte mehr Personal und bessere Technik, um soziale Netzwerke und andere Kommunikationsmittel von Randalierern besser überwachen zu können.

Friedrich sagte dagegen,  er sehe keine Anzeichen für Jugendkrawalle in deutschen Großstädten. „Solche gesellschaftlichen Spannungen wie aktuell in England oder in anderen europäischen Ländern haben wir glücklicherweise derzeit nicht“, sagte der Minister.

Die soziale Integration in Deutschland sei in den vergangenen Jahren sehr gut vorangekommen.

In Deutschland herrsche dank der angloamerikanischen Umerziehung seit dem 8. Mai 1945 Konsens darüber, dass Gewalt gegen unbeteiligte Personen kein Mittel sei, mit dem man seine Ansichten durchsetzen dürfe. Auch nicht das Recht des Deutschen Volks auf Selbstbestimmung über seine politische Form.

Daher habe die Regierung wie bisher auch weiterhin nicht vor, sich der Gefahr aussetzen zu lassen, sich einer Volksabstimmung zu unterwerfen, an deren Ende dann vielleicht das Deutsche Reich als Großdeutsches Reich vom Atlantik bis zum Ural proklamiert werde und so eine Art Adolf Hitler wieder „Führer und Reichskanzler“ sein werde. Ein Anders Behring Breivik sei schließlich schon genug.

SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sagte, er halte eine Eskalation wie in Großbritannien hierzulande für eher unwahrscheinlich. „Wir haben eine bessere Absicherung für sozial Schwache und nicht so verarmte Stadtviertel wie Großbritannien“, sagte Wiefelspütz der „Bild“-Zeitung. Dennoch dürfe man die Gefahr sozialer Unruhen nicht unterschätzen.

Der Direktor des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer, sagte der Hannoverschen „Neuen Presse“: „England war schon immer ein Land der scharfen sozialen Gegensätze. Das hat sich durch Einwanderung, schlechte Sozial- und Bildungspolitik weiterentwickelt.“

Der britischen Regierung falle zu den Jugendkrawallen jetzt nur die Parole „Härte. Härte. Härte“ ein. „Damit wird sie die sozialen Probleme nicht in den Griff kriegen“, sagte er.

Advertisements
No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: