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Breivik stand bei Anschlägen unter Drogen

9. August 2011
Der geständige Attentäter der Anschläge von Norwegen, Anders Behring Breivik, stand nach Angaben der Ermittler während der Taten unter Einfluss von Drogen. „Ich kann bestätigen, dass er illegale Drogen genommen hatte“, sagte Polizeistaatsanwalt Paal-Fredrik Hjort Kraby am Montag. Dies hätten entsprechende Bluttests ergeben. Angaben zur Art der verwendeten Drogen wollte er nicht machen.
Anders Behring Breivik

Anders Behring Breivik

In seinem 1500-seitigen Manifest, das er kurz vor den Anschlägen am 22. Juli mit insgesamt 77 Toten ins Internet stellte, hatte Behring Breivik erklärt, Anabolika eingenommen zu haben. Auch der Anwalt des 32-Jährigen, Geir Lippestad, hatte wenige Tage nach den Anschlägen im Regierungsviertel von Oslo und auf das Jugendcamp der regierenden Arbeiterpartei (Sozialdemokraten) auf der Insel Utöya gesagt, sein Mandant habe Drogen genommen, um sich „stark zu machen und wachzuhalten“. Hjort Kraby zufolge nahm Behring Breivik neben Anabolika noch weitere Drogen.

Unterdessen nahmen die beiden Psychiater ihre Arbeit auf, die die Zurechnungsfähigkeit des 32-Jährigen untersuchen sollen. Noch in dieser Woche seien Gespräche der Experten mit Behring Breiviks geplant, sagte Hjort Kraby. Bis zum 1. November soll der Bericht der Sachverständigen vorliegen.

Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik, der sich seit zwei Wochen in Isolationshaft befindet, hat um ein Gespräch mit einem Gefängnispfarrer gebeten.

Anders Behring Breivik, der am 22. Juli 77 Menschen im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel Utøya getötet hat, bittet nun nach einem Gespräch mit einem Gefängnispfarrer. Wie sein Anwalt Geir Lippestad der Internet-Ausgabe der Zeitung Aftenposten mitteilte, spüre Breivik die Härte der vom Richter angeordneten Isolationshaft. In dieser befindet sich der 32-Jährige seit zwei Wochen, allerdings unter ständiger Beobachtung der Gefängnisbehörden, da die Polizei einen Selbstmordversuch befürchtet.

Psychiater sollen diese Woche damit beginnen, den Geisteszustand des Attentäters zu begutachten. Breiviks 1500-seitiges Manifest dürfte ein wichtiger Schlüssel zur Einschätzung seiner Motive sein, so ein Sprecher der Ermittlungsbehörden. Auch Gespräche von Experten mit Behring Breivik seien geplant.

Am gestrigen Montag hatten Bluttests ergeben, dass Breivik zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss mehrerer illegaler Drogen gestanden hatte. Dies teilte Polizeistaatsanwalt Paal-Fredrik Hjort Kraby gestern der Nachrichtenagentur AFP mit.

Um welche Drogen es sich handele, wurde nicht berichtet.

Schon vor einer Woche überraschte Breivik mit der Forderung nach einem Psychiater aus Japan, welcher ihn besser verstehen könne.

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